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Monarchie: nicht zwangsläufig von oben nach unten diktiert

Leserzuschrift-DE: In der Monarchie wird nicht zwangsläufig von oben nach unten diktiert:

Ich bin kein Monarchie-Freund und habe einige Vorbehalte gegen Erbadel und Untertanentum, aber dass in der Monarchie pauschal von oben nach unten diktiert wird/wurde, ist so pauschal nicht richtig.

Im deutschen Kaiserreich wurden Gesetze im Allgemeinen auch nur in letzter Instanz vom Monarchen erlassen, das heißt, unterzeichnet. Dem voraus gingen Diskussionen von Gelehrten und Wissenschaftern, Beamten und Landräten, so dass von Diktat eigentlich nicht die Rede sein kann im Gegensatz zu heute.

Die eigentliche Macht im täglichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben ging von den Gemeinden/Landräten und Bürgermeistern/Gemeinderäten aus sowie der Gentry, dem vermögenden Landadel (und natürlich den Bankstern).

Die Vertreter der Macht (Richter, Beamte, Polizisten) hafteten durch ihre Namen persönlich für ihr Tun - ganz im Gegenteil zu heute. Und diese damaligen Strukturen sind mehr als wünschenswert.

Persönliche Haftung und Macht den Gemeinden, möglicherweise sogar bis hin zur alleinigen Abgabenerhebungsmacht (das heißt, einzig die Gemeinde führt Steuern an den Staat ab, während der Bürger nur Abgaben an die Gemeinde zahlt. Das hätte eine ganze Reihe Vorteile.).

Mit diesen beiden Dingen hätte das Volk sehr wirksame Regulatorien gegen monarchistische Eskapaden und immense Freiheiten. Viel bedeutsamer erscheint mir aber, dem Treiben großer Bankerdynastien und der unseligen Kirchen einen Riegel vorzuschieben, die nach Belieben Staatsführer und das Volk durch Kreditvergaben seit hunderten von Jahren in den Ruin treiben.

Erste Amtshandlung meinerseits: Abschaffung der Kirchensteuer und alleinige Finanzierung der Pfaffen durch Spenden und über staatliche Treuhandkonten, inklusive Deckelung der Einkommen für alle Vertreter dieser Zunft. Ebenfalls staatliche Kontrolle und Deckelung der Auslandsabflüsse deutscher Kircheneinnahmen.

Kommentar der Redaktion:
Die Kirchensteuer kommt auf jeden Fall weg. Wirklich regieren sollen im neuen Kaiserreich die Expertenräte rund um die neuen Landesfürsten. Das Wesentliche im Unterschied zu heute: Der neue Staat wird sehr viel kleiner sein und kann sich daher nicht mehr überall einmischen.WE.

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